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Wandel im Apothekenwesen

"Ohne ihre große Leistungsfähigkeit, den Ideenreichtum und das Improvisationstalent wäre der Umbau vom staatlichen in ein privates Apothekensystem nicht gelungen".
Hermann Stefan Keller (DAV Vorsitzender) 1997
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1990
9. November 1989
Die Grenze ging auf und für viele Ost- und Westdeutsche ging ein Traum in Erfüllung. Ursächlich brachte ein Kommunikationsfehler in der DDR-Führung die Mauer zu Fall. Im November 1989 überwog die Freude über das Zusammenkommen jenseits der Mauer. Familien wurden wieder vereint und Freundschaften fanden sich neu. Inmitten dieser Umbruchphase kristallisierte sich heraus, dass die Apothekenlandschaft in Ost und West unterschiedlich organisiert war. Ostdeutschland hatte ein zentralistisch-planwirtschaftliches System der Arzneimitteldistribution. Die pharmazeutischen Zentren wurden von einem Apotheker geleitet. In der gesamten DDR gab es zur Wende lediglich 26 Privatapotheken. Das westliche Bild prägten die inhabergeführten Apotheken. Inmitten dieser Wendewirren machten sich schon engagierte Apotheker auf den Weg, die Apothekenlandschaft der ostdeutschen Länder neu aufzustellen. Dabei konnten sie auf tatkräftige Unterstützung aus den alten Bundesländern bauen. 
9. November 1989
Die Grenze ging auf und für viele Ost- und Westdeutsche ging ein Traum in Erfüllung. Ursächlich brachte ein Kommunikationsfehler in der DDR-Führung die Mauer zu Fall. Im November 1989 überwog die Freude über...
24. Januar 1990
Gründungsversammlung des Apothekerverbandes der Noch-DDR in Leipzig.
300 Apothekerinnen und Apotheker der DDR trafen sich am 24. Januar 1990 in Leipzig. Dort gründeten sie eine freie, von staatlichen Organisationen unabhängige Apothekervereinigung, den „Verband der Apotheker der DDR (VDA)“. Der Magdeburger Krankenhausapotheker Dr. sc. nat. Manfred Falk gestaltete diesen Prozess federführend mit, so dass er zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde.  Der Verband sollte sich dann in Regional- und Fachverbände gliedern.  
27. Januar / 10. März 1990 
Im Ergebnis der Beschlüsse des neu gegründeten Apothekerverbandes in Leipzig, wurden im Bezirk Halle der Apothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. und danach im Bezirk Magdeburg der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt, Region Magdeburg e.V. gegründet. Der engagierte Einsatz der Verbände bzw. deren Vertreter führte rasch zur Anerkennung als kompetente Interessenvertretung, die kurzfristig in die Informationswege des damaligen Ministeriums für Gesundheitswesen einbezogen wurde.
07. 04. 1990
Gründung des Apothekervereins Sachsen-Anhalt in der Region Magdeburg mit einer Gründungsversammlung in der Medizinischen Fachschule in Stendal. Verabschiedung eines vorläufigen Programms und Statuts mit dem Ziel der Privatisierung der einzelnen Apotheken und Schaffung von Rahmenbedingungen für deren Existenz. Andere Modelle, wie z.B. die Überführung von PharmazeutischenZenztren in GmbH-Strukturten, wurden nicht unterstützt. Die Eintragung in das Vereinsregister als "LAV Sachsen-Anhalt e.V." erfolgte am 18.04.1990. Die Region Halle schließt sich dem Apothekerverein vorerst nicht an, sondern erklärt den regionalen Apothekerverband zur Vertretung für Kammer- und Vereinsangelegenheiten.                                 
April 1990
Der Gewissheit über die Umgestaltung des Apothekenwesens der DDR im Sinne des Systems in der alten Bundesrepublik folgt die Notwendigkeit, innerhalb kürzester Zeit das notwendige Wissen für diesen Prozess zu erlangen und die Rahmenbedingumgen für die Privatisierung und wirtschaftliche Existenz der DDR-Apotheken  zu schaffen. Es folgt eine Phase der Informationen und Verhandlungen im Rahmen des Zentralverbandes VdA u.a. mit Vertretern des Ministeriums für Gesundheitswesen der DDR. 
Regional nehmen Vertreter der jungen Apothekerverbände an Dienstbesprechungen der Direktoren der Pharmazeutischen Zentren in Magdeburg in Form der Selbsteinladung teil. Es gab Bestrebungen, Pharmazeutische Zentrum in der Rechtsform einer GmbH weiterzuführen, welche von den Apothekerverbänden abgelehnt wurden.
Intensive Führung nachhaltiger Gespräche mit kompetenten Vertretern etablierter Verbände/Einrichtungen mit Bezug zum Apothekenwesen. U.a. Treffen und Austausch mit Dr. v. Dellingshausen, Geschäftsführer des Apothekerverbandes (AV) Westfalen-Lippe in Münster und mit Herrn Lorenzen, Geschäftsführer des Apothekenrechenzentrums (ARZ) in Haan (Herr Dr. Sänze und Herr Vocke) zu den Themen: Aufbau und Organisation eines Apothekervereins, Rezeptabrechnung mit den Krankenkassen, Einsatz der EDV in Apotheken. Gespräche mit dem Geschäftsführer der Treuhand Hannover, Herrn Dr. Prang, (Frau Dr. Sänze und Herr Vocke). 
Themen:  Apothekenerwerb, Apothekenführung, Wirtschaftsführung einer Apotheke / Steuerberatung.
Zeitnahe Duchführung von Informationsveranstaltungen/Seminaren für DDR-Apotheker im Mai 1990. 
22. April 1990
Beim ersten deutsch-deutschen Apothekertreffen in Berlin am 22.04.1990 verfassen 2000 Apotheker aus der DDR und der Bundesrepublik Deutschland eine gemeinsame Resolution und sprechen sich für einen gemeinsamen deutschen Staat aus. Schon im April 1990 fanden dann Verhandlungen des Zentralverbandes unter anderem mit Vertretern des Ministeriums für Gesundheitswesen der DDR statt. Zu den Dienstbesprechungen der Direktoren der pharmazeutischen Zentren in Magdeburg haben sich die Leiter der Apotheken selbst eingeladen. Denn es galt für die Leiter der Pharmazeutischen Zentren ihre Apotheken zielgerichtet und zügig in die Privatisierung zu führen. Dazu mussten westliche Grundlagen geschaffen werden. 
01. 07. 1990                       
Einführung der Währungs-, Wirtschaft- und Sozialunion im "Beitrittsgebiet". Im Rahmen der Währungsunion werden wiederkehrende Zahlungen (z.B. Löhne und Gehälter) im Verhältnis 1:1 umgestellt. Es gibt in Zukunft nur noch privatwirtschaftlich betriebene Apotheken. Einführung der Arzneimittelpreisverordnung in den Apotheken (Gleichpreisigkeit bei Arzneimitteln in "Ost und West").
Juli 1990
Das Gesetz zur Umstrukturierung des staatlichen ambulanten Gesundheitswesens, Veterinärwesens und Apothekenwesens ermöglicht den Erwerb von Grund und Boden, Gebäuden, Anlagen und beweglichen Grundmitteln aus staatlichem Besitz durch Apotheker.
Sitzung von Funktionsträgern aus Ost und West in München zu den schnell umzusetzenden Themen:
- Aufbau einer hauptamtlichen Verbandsarbeit,
- Aufbau von Kammern und Vereinen,
- Umsetzung der ab 1. August 1990 für die Ostländer geltenden „Verordnung über das Apothekenwesen“,
- Aufbau der Versorgungswerke,
- Verhandlungsgrundlagen zwischen Vereinen und Treuhandanstalt,
- Etablierung von Apotheken-Rechenzentren.
August 1990
Treffen von Vertetern sämtlicher Apothekervereine der neuen Bundesländer in Hamburg. 
Unter Leitung von Dr. Jörn Graue werden folgende Themen besprochen und die mögliche Umsetzung abgestimmt:
- Verkauf der bestehenden Apotheken durch die Treuhandanstalt
- Inhalte eines entsprechenden Kaufvertrages,
- Geschäftswert der DDR-Apotheken bei Verkauf ausschließlich an DDR-Apotheker.
01. August 1990
Inkrafttreten der Verordnung über das Apothekenwesen. Dieses Gesetz wurde als Vorläufer für eine Apothekenbetriebsordnung angesehen. 
31. August 1990                
Gesetz zum Vertrag über die deutsche Einheit (Einigungsvertrag) mit Regelungen zur Privatisierung der Apotheken, zur Anerkennung der Berufsabschlüsse, zu Übergangsregelungen für ApoBetrO und AMG sowie dem Sonderabschlag nach § 311 Abs SGB 1 V.
03. Oktober 1990 - Tag der Deutschen Einheit
Am ersten "Tag der Deutschen Einheit", am 3. Oktober 1990, trat mit dem "Pharmazeutischen Paket" des Einigungsvertrages zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland auch das Apothekengesetz aus dem Jahre 1960 für das Gebiet der bisherigen DDR in Kraft. Das Prinzip der Niederlassungsfreiheit gilt seither bundesweit und bundeseinheitlich für jeden deutschen Apotheker. Der Einigungsvertrag bestimmte insbesondere, dass die Privatisierung der ca. 2000 staatlichen Apotheken bis zum 31. Dezember 1991 zu erfolgen hatte; lediglich Apotheken, deren Privatisierung rechtlichen Schwierigkeiten begegnete, konnte die Treuhandanstalt bis längstens 31. Dezember 1995 durch einen Apotheker verwalten lassen. Bei der Privatisierung blieben bis zum 31. Dezember 1992 die Apotheker der bisherigen DDR gewissermaßen unter sich; nach diesem Zeitpunkt waren im Rahmen von Ausschreibungsverfahren alle deutschen Apotheker gleichermaßen berechtigt, sich um den Kauf einer bisher staatlichen Apotheke zu bewerben. 
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1991
 Januar 1991
Im Einigungsvertrag festgeschrieben tritt die 55% Abschlagsregelung auf die Herstellerabgabepreise aller Fertigarzneimitteln in Kraft. Viele gerade erst privatiesierte Apotheken fürchten um ihre Existenz.
Es gelten nun auch in den ostdeutschen Bundesländern die Festbeträge für Arzneimittel. 
 Januar 1991
Im Einigungsvertrag festgeschrieben tritt die 55% Abschlagsregelung auf die Herstellerabgabepreise aller Fertigarzneimitteln in Kraft. Viele gerade erst privatiesierte Apotheken fürchten um ihre Existenz.
Es gelten nun auch in den ostdeutschen Bundesländern die Festbeträge für Arzneimittel. 
 01. April 1991
Das sogenannte "Verbändemodell" ersetzt die für die Apotheken existenzbedrohende 55%-Abschlagsregelung. Für die Apotheken bedeutet dies, daß nach Abzug des Kassenrabatts den Krankenkassen auf die verbleibende Summe ein weiterer Abschlag in Höhe von 22% zu gewähren ist. Der Großhandel vergütet der Apotheke nach dem "Verbändemodell" einen Abschlag in Höhe von 24% und die Hersteller dem Großhandel 25% auf die normalen Listenpreise der Handelsstufe. Die Regelung ist, verbunden mit einigen Annpassunge, befristet bis zum 01.07.1994. 
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1992
Januar 1992
Zum 31.12.1991 hat die erste Geschäftsführerin des LAV, Frau Voigt, ihre Tätigkeit im Verband beendet. Ihr folgt nach Frau Carmen Behns. Zu Beginn des Jahres 1992 werden neue Rezpeformulare (Muster 16) zur Verordnung vom Arzneimitteln im GKV System eingeführt. Es gilt eine neu Zuzahlungsregelung in den neuenn Bundesländern. Die Zuzahlung beträgt jetzt 3 DM pro Arzneimittel ohne Festbetrag. Es gelten neue Grenzwerte für die vollständige Befreiung von der Zuzahlung.             
Januar 1992
Zum 31.12.1991 hat die erste Geschäftsführerin des LAV, Frau Voigt, ihre Tätigkeit im Verband beendet. Ihr folgt nach Frau Carmen Behns. Zu Beginn des Jahres 1992 werden neue Rezpeformulare (Muster 16) zur Verordnung vom...
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1993
01. Januar 1993
Das Gesundheitsstrukturgesetz tritt in Kraft. Es umfasst die Einführung von Budgets (u.a. Arzneimittelbudget), erhöhte Zuzahlungen für Medikamente (nun nach Packungsgröße gestaffelt), Einführung einer Positivliste für Arzneimittel und viele anedere Regelungen.
01. Januar 1993
Das Gesundheitsstrukturgesetz tritt in Kraft. Es umfasst die Einführung von Budgets (u.a. Arzneimittelbudget), erhöhte Zuzahlungen für Medikamente (nun nach Packungsgröße gestaffelt), Einführung einer Positivliste für Arzneimittel und viele anedere Regelungen.
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1995
November 1995 
Mitgliederversammlung in Magdeburg. Schwerpunktthema: Modifizierung der Arzneimittelpreisverordnung.

Quellen:

  • LAV / Spektrum 12/1995, Seite 13
November 1995 
Mitgliederversammlung in Magdeburg. Schwerpunktthema: Modifizierung der Arzneimittelpreisverordnung.
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1996
Oktober 1995
Erweiterte Vorstandssitzung: Dr. Brill (ABDA) stellt des A-Card Konzept vor. Es wird beschlossen, dieses gemeinsam mit der KVSA (Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt) in Erwägung zu ziehen und eine Umsetzung vorzubereiten.

Quellen:

  • LAV / Spektrum 10/1996, Seite 13
Oktober 1995
Erweiterte Vorstandssitzung: Dr. Brill (ABDA) stellt des A-Card Konzept vor. Es wird beschlossen, dieses gemeinsam mit der KVSA (Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt) in Erwägung zu ziehen und eine Umsetzung vorzubereiten.
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2002
15. Februar 2002
Das Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz (AABG) tritt in Kraft.
15. Februar 2002
Das Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz (AABG) tritt in Kraft.
Oktober/November 2002
Das Beitragssatzsicherungsgesetz – Chronologie eines durch die parlamentarischen Gremien gepeitschten Gesetzes.
(Aktuell 12/2002, Seite 4)
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2004
1. Januar 2004
Das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Modernisierungsgesetz – GMG) tritt in Kraft. Es enthält u.a. die Festlegung von Zuzahlungen und die neue Praxisgebühr, die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte. Das Amt des Patientenbeauftragten der Bundesregierung geschaffen. Im Apothekenbereich schuf man die Voraussetzung für mehr Wettbewerbsmöglichkeiten: die Apotheke kann nun die Preise für OTC-Arzneimittel frei kalkulieren, am Versandhandel teilnehmen und maximal drei Filialen haben. 
1. Januar 2004
Das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Modernisierungsgesetz – GMG) tritt in Kraft. Es enthält u.a. die Festlegung von Zuzahlungen und die neue Praxisgebühr, die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte. Das Amt des...
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2007
01. April 2007
Das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz – GKV-WSG) trat in Kraft: Einführung des Gesundheitsfonds und eines morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Erweiterung der Arzneimittel-Rabattverträge: Schließt ein Arzt den Austausch nicht ausdrücklich aus, dürfen durch Apotheken nur noch Packungen der Rabattpartner abgegeben werden.  
01. April 2007
Das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz – GKV-WSG) trat in Kraft: Einführung des Gesundheitsfonds und eines morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Erweiterung der Arzneimittel-Rabattverträge: Schließt ein Arzt den Austausch nicht...
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2010
Januar 2010
Vor 20 Jahren befanden sich die Apothekerinnen und Apotheker des noch nicht existierenden Landes Sachsen-Anhalt in der Umbruchphase des Apothekenwesens. Die Selbstverwaltung des Berufsstandes befand sich in der Gründungsphase. Es wurden Strukturen geschaffen, die auch im Jahr 2010 Bestand haben.

Quellen:

  • PZ
Januar 2010
Vor 20 Jahren befanden sich die Apothekerinnen und Apotheker des noch nicht existierenden Landes Sachsen-Anhalt in der Umbruchphase des Apothekenwesens. Die Selbstverwaltung des Berufsstandes befand sich in der Gründungsphase. Es wurden Strukturen geschaffen, die...
15. Juni 2010 
Festakt zum 20jährigen Jubiläum von LAV und Apothekerkammer im Gesellschaftshaus in Magdeburg. Ein Grußwort vom Ministerpräsidenten, ein persönlicher Rückblick auf die Pionierleistungen der Apotheker nach der Wende und eine Vision für das deutsche Gesundheitssystem – mit einem feierlichen und spannenden Festakt feierten die Apothekerkammer und der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt ihr 20-jähriges Bestehen.  
(PZ 25, S.62f aus 2010)

Quellen:

  • LAV
12. November 2010
Der Bundestag beschloss in dritter Lesung das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) nach langem politischem Tauziehen. Bis zuletzt haben sich ABDA, DAV und die Landesorganisationen des Berufsstandes mit aller Kraft dafür eingesetzt, die überproportionale Heranziehung der Apotheken über eine Abschlagssenkung und Änderung der Großhandelsvergütung abzuwenden; leider nicht mit dem von uns gewünschten Erfolg.  
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2013
01. Februar 2013
Eine gesetzliche Regelung über Erstattungsbeträge für neue Arzneimittel mit festgestelltem Zusatznutzen wird wirksam: Umsetzung in der Apotheke ab 01. Februar 2013.
Der Erstattungsbetrag wird als Rabatt auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers vereinbart. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass der pharmazeutische Unternehmer den Rabatt bei der Abgabe des Arzneimittels gewährt, der Großhandel den Rabatt an die Apotheken weitergibt und die Apotheken den Rabatt den Krankenkassen bei der Abrechnung gewähren. 
01. Februar 2013
Eine gesetzliche Regelung über Erstattungsbeträge für neue Arzneimittel mit festgestelltem Zusatznutzen wird wirksam: Umsetzung in der Apotheke ab 01. Februar 2013.Der Erstattungsbetrag wird als Rabatt auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers vereinbart. Die...
01. August 2013 
Das Apotheken-Notdienst-Sicherstellungsgesetz (ANSG) trat in Kraft und sorgt für eine verbesserte Vergütung der Nacht-und Notdienste. Der Nacht- und Notdienstfonds nahm offiziell seine Arbeit auf.
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2015
12. August 2015
Der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. ist Mitglied der Expertenrunde „Wirtschaftlichkeit der Substitutionsversorgung“, die beim Deutschen Apothekerverband (DAV) angesiedelt ist. Der LAV hat gravierende Defizite in der Hilfstaxe erkannt. Auf Bundesebene wird mit den Krankenkassen über eine notwendige Anpassung beraten. Um einen Überblick über die aktuelle Versorgungsrealität in Sachsen-Anhalt zu bekommen, hat der LAV eine Umfrage initiiert, wie viele opiatabhängige Patienten nach § 5 der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BTMVV) mit Substitutionsmitteln versorgt werden.

Quellen:

  • LAV
12. August 2015
Der Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt e.V. ist Mitglied der Expertenrunde „Wirtschaftlichkeit der Substitutionsversorgung“, die beim Deutschen Apothekerverband (DAV) angesiedelt ist. Der LAV hat gravierende Defizite in der Hilfstaxe erkannt. Auf Bundesebene wird mit den Krankenkassen...
08. Dezember 2015
Die ABDA hat in den Leistungskatalog „Beratungs-und Serviceangebote in Apotheken“ (LeiKa) neu aufgenommen die „Beratung zu Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln“ sowie die „Medikationsanalyse“. In weiten Teilen hat der LAV Sachsen-Anhalt diesen LeiKa entwickelt. 

Quellen:

  • LAV
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2016
19. Oktober 2016 
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass ausländische Versandapotheken die gesetzlich festgelegten Arzneimittelpreise für rezeptpflichtige Arzneimittel unterlaufen und Patienten mit Boni locken dürfen.
19. Oktober 2016 
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass ausländische Versandapotheken die gesetzlich festgelegten Arzneimittelpreise für rezeptpflichtige Arzneimittel unterlaufen und Patienten mit Boni locken dürfen.
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2019
9. Februar 2019 
„securPharm“, ein neues EU-weites Sicherheitssystem, ist an den Start gegangen. In den Apotheken verstärkte sich für die Patienten der Kampf gegen Medikamentenfälschungen. Rezeptpflichtige Arzneimittel wurden nur noch abgegeben, wenn diese mit zwei Sicherheitsmerkmalen versehen waren.

Quellen:

  • K. Pohl
9. Februar 2019 „securPharm“, ein neues EU-weites Sicherheitssystem, ist an den Start gegangen. In den Apotheken verstärkte sich für die Patienten der Kampf gegen Medikamentenfälschungen. Rezeptpflichtige Arzneimittel wurden nur noch abgegeben, wenn diese mit zwei Sicherheitsmerkmalen...
19. Juni 2019 
Infoveranstaltung zum „Neuen Rahmenvertag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V“. Die Apothekenleiter müssen bedeutende Umbrüche in der Arzneimittelversorgung bewerkstelligen. 270 Apothekenleiter und Angestellte folgten der Einladung nach Magdeburg. 330 kamen nach Halle.

Quellen:

  • LAV
22. Oktober 2019 
Der Botendienst der Apotheken vor Ort ist nicht mehr nur im Einzelfall, sondern auf Kundenwunsch auch grundsätzlich zulässig. Die Zustellung darf nur noch durch Personal der beliefernden Apotheke erfolgen. Zur Gewährleistung der Wirksamkeit und Qualität von besonders temperaturempfindlichen Arzneimitteln, die im Versandhandel und im Botendienst ausgeliefert werden, wird eine Pflicht zur Temperaturkontrolle dieser Arzneimittel unter bestimmten Voraussetzungen eingeführt. 
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2020
03. September 2020 
Gert Fiedler ist in Magdeburg auf der Mitgliederversammlung des LAV zum Ehrenmitglied ernannt worden. 1987 übernahm Gert Fiedler als staatlicher Leiter die Adler-Apotheke Stadtfeld in Magdeburg, kaufte sie 1990 von der Treuhandanstalt und 2020 verkaufte er sie aus Altersgründen. 
Nach der Wende 1990 arbeitete Gert Fiedler als Gründungsmitglied des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt e. V. mit und wurde in den ersten Vorstand des Verbandes gewählt. Von 1994 bis 1999 und 2002 bis 2010 fungierte er als erster stellvertretender Vorsitzender des LAV, danach immer als Mitglied des Vorstandes. Auf Bundesebene war er über viele Jahre in zahlreichen Gremien tätig und setzte sich u.a. mit der Konzeption von pharmazeutischen Dienstleistungen und ihrer Honorierung auseinander. Aus diesem Engagement ist der LeiKa entstanden, der Dienstleistungskatalog für Apotheken. Er gehörte auch zum Expertengremium Substitutionsversorgung.

Quellen:

  • LAV / Pohl
03. September 2020 Gert Fiedler ist in Magdeburg auf der Mitgliederversammlung des LAV zum Ehrenmitglied ernannt worden. 1987 übernahm Gert Fiedler als staatlicher Leiter die Adler-Apotheke Stadtfeld in Magdeburg, kaufte sie 1990 von der Treuhandanstalt und...
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2021
28. März 2021
Bundesweit sollen künftig alle Apotheken in einer Kunden-App präsent sein. Darum warb der LAV in einer Online-Informationsveranstaltung darum, sich bei „mein-Apothekenportal.de“ anzumelden. 
28. März 2021
Bundesweit sollen künftig alle Apotheken in einer Kunden-App präsent sein. Darum warb der LAV in einer Online-Informationsveranstaltung darum, sich bei „mein-Apothekenportal.de“ anzumelden. 
14. Juni 2021
Personen, die außerhalb eines Impfzentrums vollständig gegen das Corona-Virus geimpft worden sind, erhalten ab sofort in den Apotheken einen digitalen Impfnachweis. Fieberhaft wurde an der Umsetzung der technischen Fragen gearbeitet um eine praktikable Lösung zu realisieren. 
22. und 23. September 2021 Deutscher Apothekertag in Düsseldorf
Drei Apotheker des LAV aus Sachsen-Anhalt saßen als Delegierte in der Hauptversammlung, die erstmals als Hybridveranstaltung organisiert worden war. Die Themenpallette des diesjährigen Treffens hatte es in sich, nachdem im Jahr 2020 der Apothekertag durch die Corona-Pandemie ausgefallen war.

Quellen:

  • Norbert Hoffmann